Musik gegen Windmühlen - aus Chemnitz

2016

Dokumente, Berichte und Briefe gesucht:

QUIJOTE arbeitet an einem dokumentarisch-musikalischen Programm, zur Erinnerung an die griechischen Opfer des deutschen Faschismus: die griechischen Juden, die fast alle in Konzentrationslager deportiert wurden und in den Todesfabriken umkamen, die griechischen Zwangsarbeiter, die Opfer der Massaker, die Folteropfer oder die, die verhungerten.

Wir suchen Augenzeugenberichte, Geschichten und andere Dokumente über diese Verschleppungen und Verbrechen, Briefe von Opfern, aber auch von deutschen Soldaten, die davon nach Hause berichteten.

Ziel ist es, die wenig bekannten Fakten auf einer emotionalen Ebene bekannt zu machen und einen Beitrag in die Diskussion über Reparationen einzubringen, Dinge beim Namen zu nennen, wie z.B. die Kriegsgewinne der Reichsbahn und neben der materiellen auch nach der moralischen Verantwortung des «Wirtschafts­wunder­landes» gegenüber dem «Armen­haus» zu fragen.

 

2015

Videomitschnitt aus dem Programm
«Krieg ist der Vater aller Dinge...»

Lieder und Texte über Flucht, Heimatlosigkeit, Hoffnung
mit Mai Alkurdi (Querflöte) und Youssef Bash (Gitarre, Gesang) aus Syrien sowie QUIJOTE.
mehr darüber

Für seine Frau Mai schrieb Youssef Bash diesen Song.
Die Beiden flohen vor den Bomben aus Damaskus und leben jetzt in Chemnitz.

Mehr als alle Menschen liebe ich dich.
Von allen Menschen habe ich dich erwählt.
Du bist meine Liebe.
Nur du wirst die Mutter meiner Kinder sein.
An jedem Tag möchte ich für dich singen, damit du gut schlafen kannst.
Ich möchte dich in meinen Augen verstecken.
Mein ganzes Leben lang möchte ich dich verwöhnen, weil du zu mir gehörst.
Ich liebe dich.
Ohne dich ist das Leben nicht schön.
Was ist das Leben ohne dich?
Ich kann nichts machen ohne dich.
Meine Herz ruft dich, meine Liebe, Gott schütze dich. Und bleib immer neben mir!
Ich liebe dich, Mai.

 

2014

TAUSEND ST&ÜCKE
geschmuggelte Lieder - Die neue CD ist da!

Der Berliner Liedermacher und Dichter Frank Viehweg hat Stücke aus den verschiedensten Sprachen und scheinbar weit entfernten Gegenden der Welt ins Deutsche geschmuggelt. Seine Komplizen sind die beiden Chemnitzer Musiker Sabine Kühnrich und Ludwig Streng vom Trio QUIJOTE. Gemeinsam geben die drei den fremden Liedern in der Fremde ein Zuhause.

CD Tausend Stücke

Der poetisch-musikalische Bogen spannt sich von Südamerika bis nach Osteuropa. Dazwischen verweilen die Interpreten für Momente in Griechenland, Portugal, Frankreich und Holland. Aus den Stücken des russischen Barden, des kubanischen Cantautor, des tschechischen Písničkař und des kanadischen Singer-Songwriter machen die drei ein großes Fest. Es gibt weder Grenzen, noch einen Kampf der Kulturen.

CD-Präsentation am 25.10.14

 

2013

Konzert am 26.10.2013 in Braunschweig im Rahmen der Brauschweiger Gramsci-Tage 2013
gemeinsam mit der griechischen Journalistin Natalia Sakkatou
Videoaufzeichnung


Website Gramsci-Tage

 

Premiere am 22.09.2013, Schauspielhaus Chemnitz
CANTO GENERAL - DER GROSSE GESANG

Quijote Premiere CANTO GENERAL

Text: Pablo Neruda
Musik: Mikis Theodorakis

in deutscher Sprache und musikalischer Bearbeitung für 3 Stimmen

Trio QUIJOTE
Sabine Kühnrich (Gesang, Flöte)
Ludwig Streng (Gesang, Piano, Bouzouki)
Wolfram Hennig-Ruitz (Gesang, Gitarre)

Nachdichtung:
Sabine Kühnrich & Ludwig Streng

Arrangements:
Ludwig Streng

Quijote Programmflyer CANTO GENERAL

Für das Chemnitzer Trio QUIJOTE stehen die Lieder des weltbekannten griechischen Komponisten Mikis Theodorakis schon seit 2001 auf dem Spielplan. Die berührenden deutschen Nachdichtungen für diese Lieder schrieben die Musiker teils selbst, teils stammen sie von Dichterkollegen. 2005 & 2006 waren sie als Solisten an drei Aufführungen des "CANTO GENERAL" im Chemnitzer Schauspielhaus beteiligt und genau das gab den Anstoß zur &Überlegung, auch für dieses Werk eine deutsche Nachdichtung zu schreiben.

Der chilenische Dichter und Literatur­nobel­preisträger Pablo Neruda schrieb einen großen Teil des Werkes "CANTO GENERAL" an geheimen Orten, auf Brettern oder Baumstümpfen, denn er war auf der Flucht vor den Häschern einer Polizei, die Jagd auf alle Linken Chiles machte und die erste Ausgabe konnte im Jahre 1950 nur illegal publiziert werden.

Zwischen 1971 und 74 komponierte Mikis Theodorakis einige Teile dieses gigan­tischen Poems. Zu dieser Zeit befand er sich im Exil, da er als von Folter schwer­kranker Mann seine Heimat 1970 verlassen musste. Im Widerstand gegen die Militär­diktatur in Griechenland hatte er eine bedeutende Rolle gespielt. Mit der Aufführung 1975 im Karaiskakis-Stadion in Piräus gelang ihm eine triumphale Rückkehr. Zwischen 1980 und 81 folgte die Kompo­sition weiterer Teile, die dann Ende März 1981 in der DDR erstmalig aufgeführt wurden.

Das Poem "CANTO GENERAL" ist eines der bedeutendsten Werke der latein­amerika­nischen Dichtkunst. Mit der Musik von Mikis Theodorakis wurde es auch in Europa populär und gilt bis heute als Symbol für eine friedliche und gerechte Welt.

Sabine Kühnrich und Ludwig Streng haben für etliche von Theodorakis komponierten Teile aus dem "CANTO GENERAL" deutsche Nachdichtungen geschrieben. Begleitet wurde die Arbeit von aufwendigen Recherchen, um den Zuhörern zwischen den musikalischen Teilen einen historischen Kontext und Informationen über die Zeit der Entstehung des Poems und des Oratoriums geben zu können.

 

Die nächsten Aufführungen unter Termine

 

Athen, 27.7.2013

Besuch bei Mikis Theodorakis

Mikis Theodorakis 2013

Mikis in seinem Arbeitszimmer, zwei Tage vor seinem 88. Geburtstag.

In der Hand hält er jenes Exemplar des "CANTO GENERAL", das ihm Pablo Neruda, versehen mit einer Widmung, geschenkt hat.

Sabine und Ludwig besuchten Mikis Theodorakis, um mit ihm über die Entstehung des Oratoriums "CANTO GENERAL" zu sprechen.

 

2010

Kultur in der Fabrik, 01.10.2010

Quijote bei Kultur in der Fabrik, 01.10.2011

 

2009

Quijote zu Besuch bei Mikis Theodorakis, September 2009

Foto: Quijote zu Besuch bei Mikis Theodorakis, September 2009